Wandern in Alaska: Wilde Trekking Routen für Abenteuerlustige

iStock_000055364562_SmallAlaska beansprucht 20 Prozent der gesamten Landesfläche der Vereinigten Staaten und wird dennoch nur von 700.000 Menschen bewohnt. Dieser Fakt und die landschaftliche Anmut des rauen Nordens machen den 49. Bundesstaat der USA zum idealen Reiseziel für Trekking-Fans!

Unterwegs im Denali-Nationalpark: Trekkingtouren um das „Dach Amerikas“

Stolze 6193 Meter misst der Denali, den die weißen Siedler dereinst Mount McKinley tauften. Um den Ureinwohnern Alaskas Respekt zu zollen, hat die Nationalparkverwaltung entschieden, sich den indianischen Namen zu geben. Der Denali, zu deutsch „der Hohe“ trägt das ganze Jahr über eine dicke, weiße Schneedecke und wird von einem Naturraum umgeben, der überirdische Kleinode besitzt. Eiskalte, tiefblaue Bergseen, in denen sich die Felsflanken wie auf einer überdimensionierten Kameralinse spiegeln, Tundren voller Endlosigkeit und Hänge, an denen seltene Tiere grasen. Die nur im hohen Norden Amerikas vertretenden Dall-Schafe haben sich den Nationalpark als Kinderstube erwählt und klettern behände über die steilsten Wände. Bevor sich Reisende im Denali auf Trekkingtour begeben dürfen, werden sie von den Rangern des Schutzgebietes genau unterwiesen. Schließlich leben Elche, Wölfe und Grizzlybären innerhalb der Parkgrenzen, denen auf in freies, wegloses Gelände führenden Trekkingunternehmungen mindestens einmal begegnet wird.

Von der City in die Wildnis: Eine Wanderung durch die Chugach Mountains

Unmittelbar hinter Anchorage, der größten Metropole Alaskas erheben sich die Bergspitzen der Chugach Mountains. Wer möchte, marschiert direkt aus dem Großstadtstraßengewirr in die Gebirgskette und lernt dabei viel über die Klimazonen Alaskas. Noch eben unten am Pazifik losgewandert, erreichen Bergsteiger alsbald dichte Nadelwälder. Ab einer Seehöhe von 500 Metern werden jene immer lichter und zwei Gehstunden später ist die Baumgrenze überschritten. Der Tundrenwind pfeift selbst während der Sommermonate frisch über die Mountain Range und lässt in den Seen viele Eisschollen niemals schmelzen. Ebensolche treiben auch zu Tausenden im breiten Knik River. Der mächtige Strom transportiert die geschmolzenen Eismassen des gleichnamigen Gletschers ab. Dessen Zunge schlängelt sich 70 Kilometer von Anchorage entfernt in die menschenleere Bergwelt und geleitet Reisende gen Mount Marcus Baker. Die höchste Erhebung der Chugach Mountains ist 4016 Meter hoch und gilt aufgrund seiner Abgeschiedenheit als einer der reizvollsten Trekking-Gipfel der USA.

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Im Reich der Gletscher

Der Wrangell-St.-Elias-Nationalpark erstreckt sich über 53.000 Quadratkilometer und ist damit knapp 1/5 größer als die Schweiz. Im Angesicht der beeindruckenden Gebirgskette werden Trekkingurlauber dazu angehalten, ihre Vorstellungen von Raum und Zeit neu zu definieren. Charakteristisch für den weitläufigsten Nationalpark der USA sind die vielen Eiswüsten. Wollen ambitionierte Wanderer die endlosen Weiten des Malaspinagletscher überqueren, braucht es eine hervorragende Ausrüstung sowie jahrelange Steigeisen-Erfahrung. Trotz der vermeintlichen Lebensfeindlichkeit der Eliaskette tummeln sich in den Tälern viele große Säugetierarten. Grizzlys gehen in den Flüssen auf Lachsfang, Karibus ziehen in gigantischen Verbänden gen Küste und sogar zwei Bisonherden dürfen mit etwas Glück aus der Nähe beobachtet werden. Die massigen Tiere wurden vor einigen Jahrzehnten wieder angesiedelt und streifen nun durch entlegene Täler zu ihren Weideplätzen. Auf sie zu treffen löst eine Gefühlsmixtur aus Faszination und Respekt aus – kein Wunder, sind die Bullen doch zwei Meter groß!

Reiseratgeber

Festspiele der Natur: Alaskas traumhafte Landschaft durchwandern

Fernab der Zivilisation ein Zelt an einem namenlosen See aufzuschlagen und dem Geräusch der heulenden Wölfe zu lauschen, braucht viel Entdeckerdrang. Doch wer sich der Schönheit Alaskas einmal öffnet, verfällt ihr nicht selten mit Haut und Haaren und kommt immer wieder zurück!

Bildquelle: ©iStock.com/allbrook

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Hannah Meier

Hannah Meier, 28 Jahre alt, aus Duisburg. Redakteurin auf entdeckungsreisen.org

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