Cocktailguide – Rund um den Globus

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Der klanghafte Name so manchen Cocktails lässt bei vielen Konsumenten Fernwehbilder aufsteigen! Sommer, Sonne oder eine pulsierende Metropole kommen ihnen in den Sinn. Anschließend eine Auswahl der berühmtesten Drinks und ihrer Entstehungsorte – Cheersl!

1. Cuba Libre

Viel braucht es nicht, um diesen vor allem in Europa und Nordamerika populären Cocktail herzustellen.

  • Cola
  • Rum
  • und Limetten

sind die einzigen Zutaten und doch schmeckt der Cuba Libre nach Freiheit, weißen Stränden und karibischer Musik. Das Getränk entstand, wie sein Name bereits vermuten lässt, auf Kuba. Schon um das Jahr 1900 wurde er dort serviert, wenngleich der Drink erst nach dem Zweiten Weltkrieg seinen Siegeszug um den Globus antrat.

Weil die karibische Insel Kuba im Namen des Cocktails eine große Rolle spielt, kommt für die meisten Konsumenten nur echter, kubanischer Rum als Zutat in Frage. Verschiedene Online-Shops für Spirituosen führen diese in ihrem Sortiment.

2. Mai Tai

Der Barkeeper Victor Bergeron nimmt für sich in Anspruch, 1944 den ersten Mai Tai gemixt und ihn somit erfunden zu haben. Schauplatz der Innovation war San Francisco. Wie der Mai Tai zu seinem wenig US-amerikanisch klingen Namen kam, erklärt sich wie folgt: Bergeron kredenzte seine neueste Kreation zwei Kumpels aus Tahiti.

Diese sollen einen Schluck genommen und ausgerufen haben: „Mai Tai Roa Ae“. Übersetzt bedeutet dieser Ausspruch so viel wie: „Nicht von dieser Welt – das Beste!“ Das Rezept war lange Zeit ein wohlgehütetes Geheimnis Bergerons. Mittlerweile ist jedoch bekannt, dass Jamaika-Rum, Limettensaft, Orangenlikör, Orgeat, Zuckersirup, gecrushtes Eis und ein Minzeblatt hineingehören.

3. Manhattan

Von der US-amerikanischen West- an die Ostküste. Es war in den 80ern des 19. Jahrhunderts als in den Häuserschluchten New Yorks der Manhattan en vogue wurde. Das stark alkoholische Getränk ist eine Mixtur aus Whiskey und süßem, rötlichem Wermut.

Vormals mischten die Barkeeper des Big Apple auch Zuckersirup, Absinth und Curacao darunter. Davon sind ihre heutigen Kollegen mittlerweile abgekommen. Bestellen Reisende einen Manhattan in Manhattan, ist es üblich, dass der Whiskeyanteil wesentlich höher liegt als der des Wermut.

Video: How to Make a Manhattan | Cocktail Recipes

4. Singapore Sling

Mehr exotisch-fruchtige Geschmacksvielfalt geht kaum! Der im berühmten Raffles Hotel in Singapur erfundene Cocktail besteht aus Kirschlikör, Gin, Bénédictine sowie Ananassaft- und Granatapfelsaft.

Außerdem wird vom Barkeeper häufig ein Stück Ananas samt Schale auf den Glasrand gesteckt, um damit das tropische Flair des Drinks abermals herauszustreichen. Das Originalrezept hält selbstverständlich das Traditionshotel Raffles streng unter Verschluss!

5. Tequila Sunrise

Um an den „Geburtsort“ des nächsten Cocktails zu gelangen, muss nach Mexiko gereist werden. Es war in Tijuana, jener vor allem unter US-Sonnenanbetern beliebten Küstenstadt, da der Drink in den 1920ern erstmals serviert wurde.

Der Zusatz „Sunrise“, zu deutsch „Sonnenaufgang“, leitet sich von der Färbung des Getränks ab. Zusätzlich zum Tequila markiert nämlich Orangensaft den Hauptbestandteil der Rezeptur. Übrigens: Die Margarita stammt ebenfalls aus Tijuana!

6. Caipirinha

Frei übersetzt bedeutet der Name dieses Drinks „Landei“ oder „Unschuld vom Lande“. Das in Brasilien beheimatete Getränk zählt seit einigen Jahren zu den vor allem unter jungen Leuten beliebtesten Cocktails. In Deutschland trägt er die saloppe Bezeichnung „Caipi“. Ins Glas gehören Limettensaft, gecrushtes Eis, Cachaca und Zucker.

Reiseratgeber

Sich um die Erde schlürfen: Cocktails machen’s möglich!

Weil nahezu jedes Mixgetränk eine eigene Geschichte erzählt, kann, mit den richtigen Zutaten versteht sich, im heimischen Wohnzimmer eine kleine, kulinarische Weltreise unternommen werden. Am besten zelebriert sich jene gemeinsam mit Freunden!

Titelbild: © istock.com –  LiliGraphie

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Hannah Meier

Hannah Meier, 28 Jahre alt, aus Duisburg. Redakteurin auf entdeckungsreisen.org

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