Perfekte Planung für eine Kanutour

Rotes Kanu am Seeufer

Kanutouren liegen immer mehr im Trend. Ob in heimischen Gefilden, auf norwegischen Fjords oder dem Amazons, mit einer guten Planung und der richtigen Ausrüstung wird jede Paddelreise zu einem unvergesslichen Abenteuer. Was es bei der Planung zu beachten gilt und welche Dinge unbedingt auf die Packliste gehören, erfährst Du in diesem Artikel.

Optimale Vorbereitung für eine Kanutour

Zunächst stellt sich die Frage, wohin die Kanureise gehen soll. Blutige Anfänger sollten Wildwasser und Stromschnellen vermeiden und zuerst in ruhigeren Gewässern üben. Ansonsten könnte es sehr gefährlich werden. Kanuerfahreren Paddlern sind keine Grenzen gesetzt. Ein Blick auf den Wetterbericht sowie bei internationalen Reisen auf die aktuelle politische Situation des Reiselands gehören zu Vorbereitung stets dazu.

Wer ein eigenes Kanu sowie eine Transportmöglichkeit hat, dem sind beim Reiseziel theoretisch keine Grenzen gesetzt. Wer ein Kanu ausleihen möchte, findet online je nach Region zahlreiche Anbieter. Insbesondere an Wochenenden im Sommer lohnt es sich vorab ein Kanu zu reservieren, so dass man am Ende nicht mit leeren Händen da steht. Zudem empfiehlt es sich, sich telefonisch im Detail über die Kosten zu informieren. Mitunter müssen Schwimmwesten oder wasserabweisende Gepäcktonnen zusätzlich gebucht werden. Schwimmwesten sind natürlich obligatorisch und sollten jeder Zeit im Kanu getragen werden. Eine Gepäcktonne empfiehlt sich, wenn längere Touren geplant sind oder man Wertsachen wie Kameras und Handys dabei hat, die vor Spritzwasser geschützt werden müssen. Sehr zu empfehlen sind hier auch die praktischen Ziplock-Tüten, die einen Basisschutz für kleiner technische Geräte bieten.

Zusätzlich sollten die Kosten für den Shuttle Service für die An- und Abreise inklusive Kanu einkalkuliert werden. Ist man nur zu Zweit unterwegs, lohnt es sich mitunter auf andere Kanuten zu warten und sich die Transportkosten zur Einstiegsstelle zu teilen. Auch die Mietung eines Kanuwagens kann sinnvoll sein, wenn das Kanu von einem Flussteil in einen anderen umgetragen werden muss.

Packlisten sind sehr sinnvoll

Für eine mehrtägige Kanutour gilt es, zwei Packlisten zu erstellen. Eine Packliste ist für die persönlichen Dinge gedacht, die andere umfasst alles, was für das Kanufahren benötigt wird.

Packliste Kanu:

  • Schwimmwesten
  • Kartenmaterial inklusive Kartenhüllen
  • Ersatzpaddel
  • Helm
  • 3 stabile Seile (zwischen 10 und 15 m)
  • Karabiner
  • Wasserdichte Tonne für die Ausrüstung
  • Kleine Eimer / Schöpfkelle
  • Wurfsack
  • Schwamm
  • Kanu Reparatur Set
  • Walkie-Talkies

Reiseratgeber

TITEL

Wer nur für einige Stunden auf den ruhigen Fluss in der Nachbarschaft mit Freunden eine entspannte Zeit verbringen möchte, kann sicherlich auf einige Punkte verzichten. Bei längeren Touren ist die genannte Ausrüstung allerdings Pflicht. Für Wildwassertouren darf auf einen Helm nicht verzichtet werden. Ebenso ist ein Ersatzpaddel sehr praktisch, falls ein Paddel in den Flussschnellen verschwindet. Der Wurfsack hat sich als wichtigstes Rettungsgerät etabliert, falls ein Boot kippt und der Kanute über Bord geht.


Packliste für den persönlichen Bedarf:

  • Schlafsack
  • Zelt
  • Isomatte
  • Messer
  • Regenkleidung
  • Mückendichte Hose
  • Ersatzkleidung (lang und kurz)
  • Verpflegung
  • Stiefel / Freizeitschuhe
  • Multifunktionstuch
  • Sonnenschutz
  • Warme Fleecemütze
  • Moskitonetz
  • Handtücher
  • Rucksack
  • Taschen- oder Stirnlampe
  • Kamera
  • Ersatzakkus und Batterien
  • Reisedokumente (Auslands-Krankenversicherung, Reisepass, Personalausweis, EC Karte)
  • Angelausrüstung
  • Campingstuhl
  • Kulturbeutel

Je nach persönlichen Vorlieben kann hier sicherlich auf einige Punkte verzichtet werden. Doch auch im Sommer sollten warme und regendichte Kleidung eingepackt werden. Insbesondere bei Kanutouren auf dem Meer kann das Wetter schnell umschlagen. Sonnen- & Insektenschutz sind ebenfalls Pflicht.

Ein unvergessliches Abenteuer mit dem Kanu

Wenn die Planung und Organisation optimal gelaufen ist, dann kann nicht mehr viel schiefgehen. Sobald das Kanu zu Wasser gelassen ist, kann man die schöne Umgebung genießen und sich gleichzeitig körperlich etwas verausgaben. Da die Kleidung in der Regel beim Kanufahren immer etwas nass wird, sollte in einer wasserdichten Tonne Ersatzkleidung aufbewahrt werden. Diese kann dann an Land angezogen werden, um gemeinsam mit den Tourmitgliedern den Abend am Lagerfeuer gemütlich ausklingen zu lassen.

©istock.com – Willard

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Hannah Meier

Hannah Meier, 28 Jahre alt, aus Duisburg. Redakteurin auf entdeckungsreisen.org

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