Mieten statt kaufen: Mit dem Wohnmobil in den Urlaub

Wohnwagen

Wer möglichst viel Flexibilität und Spontanität in seinem Urlaub schätzt, der sollte sich für eine Reise mit einem Wohnmobil entscheiden. Der Besitz eines eigenen Wohnmobils ist dafür in der Regel nicht erforderlich, denn Wohnmobile können genauso wie Wohnwagen im gesamten Bundesgebiet ohne Probleme ausgeliehen werden.

Die Vorteile eines Urlaubs mit einem Camper

Wer mit einem Wohnmobil in den Urlaub startet, der ist während der gesamten Reise mobil und ist auf keine Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen angewiesen. Vor allem für Rundreisen ist der Camper das richtige Mittel der Wahl. Unterkunft und Transportmittel bilden eine Einheit und werden immer mitgeführt. Die Route oder die Aufenthaltszeit können auf einer Tour variabel abgestimmt und auch spontan verändert werden. Reisende brauchen keine Reservierungen in Hotels und Pensionen vorzunehmen oder müssen sich am Abend nach einem Bett und einer Dusche auf die Suche begeben. Gefällt es einem an einem Ort besonders gut, dann kann der Aufenthalt dort verlängert werden und eine andere Station auf der Reise gestrichen werden.

Auch eine Verlängerung oder eine Verkürzung eines Urlaubs ist mit einem Wohnmobil im Prinzip jederzeit möglich. Ein großer Vorteil sind zudem die Kosten: Übernachtungen in einem Hotel oder in einer Pension entfallen komplett, und auch auf teures Restaurantessen muss nicht zwangsläufig zurückgegriffen werden. An Bord des Campers kann sich jederzeit kostengünstig selbst verpflegt werden. Einzig die Personenzahl ist begrenzt: Mehr als vier Menschen sollten sich ein Wohnmobil auf einer Reise aus Platzgründen nicht teilen. Sollte aber doch in einer größeren Gruppe verreist werden, dann empfiehlt es sich mit mehreren Campern in den Urlaub zu fahren.

Ein Campingplatz muss nicht zwingend aufgesucht werden

Im Gegensatz zu einer Reise mit einem Wohnwagen oder einem Zelt muss bei einer Tour mit einem Camper nicht zwangsläufig ein Campingplatz für die Übernachtung angesteuert werden. Übernachtungen am Rande von Straßen, auf Parkplätzen oder auf Waldwegen sind zwar in Deutschland nicht gestattet, doch dafür gibt es vielerorts extra ausgezeichnete Wohnmobil-Stellplätze, die sich zum Teil sogar direkt in Großstädten an ganz zentralen Plätzen finden lassen. Diese Stellplätze verfügen in der Regel über einen Wasser- und einen Stromanschluss, so dass auch nicht auf Generatoren oder Wassertanks zurückgegriffen werden muss. Einige dieser Stellplätze sind sogar umsonst, bei den meisten ist eine überschaubare Gebühr zu entrichten.

Der ADAC und auch andere Autoclubs und Vereine publizieren beispielsweise jedes Jahr einen neuen Reiseführer für Wohnmobilisten, in denen alle wichtigen Stellplätze in Deutschland und Europa verzeichnet und auch kurz beschrieben sind. Ähnliche Informationen bieten zudem auch diverse Seiten im Internet oder Apps fürs Handy an. Abgesehen von den Stellplätzen können enge Innenstädte mit einem Wohnmobil ohnehin deutlich einfacher angesteuert werden als mit einem Gespann aus Auto und Wohnwagen. Reisende, die mit einem Wohnwagen unterwegs sind und mit dem Auto etwa eine Tour in die City machen wollen, sind oft gezwungen den Wohnwagen an einer bestimmten Stelle abzustellen und müssen diesen hinterher wieder abholen und an das Auto ankoppeln. Dies ist nervig und kostet im Urlaub unnötig Zeit.

Video: Tipps für den Wohnmobil-Gebrauchtkauf

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Ein Wohnmobil ausleihen

Was viele von einem Urlaub mit einem Camper abschreckt, sind häufig die Anschaffungskosten für ein Wohnmobil, die auch wirklich nicht gering sind. Inzwischen gibt es aber über die gesamte Bundesrepublik verteilt sehr viele Anbieter, die Wohnmobile vermieten – und dies auch zu sehr fairen Preisen. Die Ausstattungen dieser Mobile variieren, und so reicht das Angebot von einfach-funktional bis hin zu luxuriös. Auch für Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, sich ein eigenes Wohnmobil anzuschaffen, ist es nicht verkehrt, sich zunächst einmal einen Camper auszuleihen, damit eine Reise zu machen, um dann festzustellen, ob das Reisen mit dem Wohnmobil genau das Richtige für einen ist oder auch nicht. Empfohlener Artikel zum Weiterlesen: Wohnmobile Kosten im Urlaub beachten.

Im Prinzip lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Wohnmobils nur dann, wenn damit auch regelmäßig in den Urlaub gestartet werden soll. Ansonsten ist gelegentliches Mieten immer preisgünstiger. Heutzutage können Wohnmobile auch sehr gut über das Internet ausgeliehen werden. Bequem von Zuhause aus können sich Interessenten die verschiedenen Angebote und Vorzüge der Fahrzeuge anschauen und erfahren alles Wissenswerte über eine Reise mit einem Wohnmobil. Ein zu empfehlendes Mietportal für Wohnwagen im Internet ist etwa die Seite www.campanda.de. Auf diesem Portal können Wohnmobile nicht nur in Deutschland oder Europa gemietet werden, sondern im Prinzip an fast jedem Ort der Welt. So kann dort beispielsweise ein Camper für eine Rundreise durch Australien oder auch für eine Fahrt auf der US-amerikanischen Route 66 gechartert werden.

In den Urlaub starten

Wer einen Urlaub mit einem Wohnmobil plant, der hat zwar in der Regel im Vergleich zu anderen Urlaubsformen einen deutlich geringeren Planungsaufwand, sollte aber dennoch ein paar Kleinigkeiten vorab in die Wege leiten. So sollte sich zumindest vorab Gedanken über die ungefähre Reiseroute gemacht und auch das Wohnmobil rechtzeitig gebucht werden. Rechtzeitig heißt jetzt aber nicht ein paar Monate im Voraus, sondern oft reichen auch ein paar Wochen aus. Dies gilt vor allem für Buchungen in Deutschland oder Europa.

Foto: © Stefano Neri – Fotolia.com

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Hannah Meier

Hannah Meier, 28 Jahre alt, aus Duisburg. Redakteurin auf entdeckungsreisen.org

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