Bergabenteuer Elbrus – Tipps und Routen für die Gipfeltour

Elbrus aus der Ferne

Der Elbrus, 5.642 Meter über dem Meeresspiegel, höchster Berg Russlands und Teil der Seven Summits. Auch wenn sich die Experten streiten, wird der Berg im Kaukasus unter Bergsteigern unmissverständlich als Dach Europas bezeichnet. Die Elbrus Besteigung gilt im Verhältnis zur Höhe des Berges als relativ einfach. Dies liegt daran, dass der Weg zum Gipfel ohne Gletscherspalten und Kletterstellen auskommt.

Das Dach Europas

Der Elbrus ist ein erloschener Vulkan im großen Kaukasusgebirge. Der schneebedeckte Gipfel befindet sich in einer Höhe von 5.642 Metern. Je nach Definition der innereurasischen Grenze gilt der Elbrus oder der Mont Blanc in den Alpen mit seinen 4.810 Metern als höchster Berg Europas. Unter Bergsteigern gibt es diese Diskussionen im Normalfall nicht, da hier der Elbrus zu den Seven Summits gezählt wird. Der vergletscherte Vulkan befindet sich im Süden Russlands, in der autonomen Republik Kabardino-Balkarien, nur elf Kilometer von der Grenze zu Georgien entfernt.

Infrastruktur gut erschlossen

Ausgangsort für die Bergbesteigungen des Elbrus ist der bekannte Ort Cheget. Das Skiresort im Baksan-Tal ist die perfekte Stellung für die Akklimatisierung nach der Ankunft. Hier befindet sich ein gut erschlossenes Skigebiet, welches direkt am Fuße des Elbrus gelegen ist. Hin zum Gipfel wird der klassische Aufstieg von der Südseite zunächst durch einen Lift unterstützt. An der Bergstation gibt es Herbergen und selbst auf dem weiteren Weg sind Angebote für Bergsteiger vorhanden. In Cheget kann passendes Equipment für die Gipfeltour erworben werden. Die Bergbesteigung ist ausschließlich in den Sommermonaten empfehlenswert. Der Elbrus ist ohne Seil und schwerer Ausrüstung zu erklimmen, jedoch sollte auf ein GPS nicht verzichtet werden, da der Gipfel häufig versteckt im Nebel liegt.

Die Gipfeltour auf der Südroute

Die Gipfeltour des Elbrus erfolgt im Normalfall über die Südroute. Vom Ausgangspunkt in Cheget geht es zum Skilift nach Azau. Dieser Lift bringt die Bergsteiger bis auf die Gara-Bashi-Station bei 3.800 Metern. Von der Bergstation bis zum Diesel Hut auf 4.157 befinden sich trotz enormer Höhe noch Hütten und andere Unterkünfte.

Der Zustand der Übernachtungsmöglichkeiten in Gipfelnähe muss jedoch als ausbaufähig bezeichnet werden, weshalb das eigene Zelt eine gute Alternative darstellt. Die Besteigung ist an den meisten Stellen nicht sehr anspruchsvoll, was sich bei einer starken Vereisung oder bei schlechtem Wetter jedoch schnell ändern kann. Der Westgipfel, das Dach Europas, ist breit und bietet viel Platz für Erinnerungsfotos. Alternativ kann der Elbrus von der Nord-, Ost- und Westflanke bestiegen werden. Hier sind die Anforderungen ähnlich, jedoch muss mangels Lift die komplette Strecke zu Fuß bewältigt werden, was Übernachtungen erfordert.

Angenehmer Aufstieg in eisiger Höhe

Selbstverständlich darf eine Bergtour niemals unterschätzt werden. Dennoch ist eine Elbrus Besteigung ein tolles Abenteuer, selbst für eher unerfahrene Bergleute. Die gute Infrastruktur gepaart mit einer geringen Steigung am Berg, machen das Dach Europas zu einer spannenden Entdeckungsreise.

Titelbild: ©iStock – kornyeyeva

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Hannah Meier

Hannah Meier, 28 Jahre alt, aus Duisburg. Redakteurin auf entdeckungsreisen.org

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